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Sigiriya – Bestandteil des kulturellen Dreiecks

Sigiriya befindet sich nördlich von Dambulla und ist ein fester Bestandteil des kulturellen Dreiecks im Inland von Sri Lanka. Es handelt sich bei Sigiriya mit Abstand um die beeindruckendste Attraktion auf der Reise durch Sri Lanka und sollte als ein solches Highlight auf keiner Reise fehlen. Sigiriya selbst wird oft nur als Festung auf dem 200 m hohen Felsen bezeichnet, ist jedoch viel mehr. Die gesamte Anlage umfasst nicht nur die historische Felstenfestung, es schließt auch die um den Felsen liegende, von einem Wassergraben umgebene Anlage mit ein, unter anderem mit Lustgärten, Springbrunnen, einer Klosteranlage, Pavillons und den über die Grenzen von Sri Lanka hinaus bekannten Felsmalereien. Der riesige Monolith wurde im Jahre 1982 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Historisches: Die Errichtung von Sigiriya

Sigiriya wurde von dem Königssohn Kassapa nach dem Mord an seinem Vater König Dhatusena von Anuradhapura zwischen 470 und 490 nach Christus errichtet. Kassapa, der Sohn einer der Nebenfrauen des Königs wollte sich auf diesem Wege die Thronfolge sichern. Aus Angst vor seinem Halbbruder Moggallana, der der rechtmäßige Thronanwärter war, entschied er sich dann allerdings zum Rückzug und ließ Sigiriya errichten.

Die von Kassapa erbaute Festung liegt auf einem etwa 200 Meter hohen Magmablock eines erodierten Vulkans. Diese erhöhte Position ermöglichte einen perfekten Rundumblick auf die umgebende Region und diente somit als Schutz und Rückzugsort vor dem Halbbruder Moggallana. Auf dem Felsen befanden sich die Palastgebäude sowie mehrere Zisternen um das Regenwasser aufzusammeln, damit selbst im Falle einer längeren Belagerung eine ausreichende Trinkwasserversorgung gewährleistet werden konnte. Im Jahre 491 nach Christus besiegte Moggallana dann seinen Halbbruder, den Königsmörder, und machte Anuradhapura wieder zur damaligen Hauptstadt.

Treppen zu den Gartenanlagen von Sigiriya
Treppen zu den Gartenanlagen von Sigiriya

Löwentor, Fresken und Felsmalereien

Der Felsen von Sigiriya und die darauf errichtete Anlage sind einfach atemberaubend. Hat man den Felsen erklommen, blickt man auf die Ruinen der von einem Wassergraben umgebenen historischen Stadt hinunter. Hier hat man einen perfekten Blick auf die Gartenanlagen am Fuße des Felsens und auf die umliegende Landschaft. Die Festung wurde durch ein hydraulisches System von Windmühlen mit frischem Wasser versorgt. Die Springbrunnen, die sich rechts und links des Hauptweges befinden, funktionieren sogar heute noch nach längerem Regen. Mehr als beeindruckend, wenn man sich vor Augen hält, dass sie zwischen 470 und 490 nach Christus errichtet wurden.

Doch bis man das Plateau erreicht hat, hat man einen steilen Aufstieg zu bewältigen. Die Treppen scheinen einfach nicht enden zu wollen. Auf halbem Wege passiert man an der nördlichen Seite das sogenannte Löwentor, von dem heute nur noch die beiden Tatzen jeweils an den Seiten der nach oben führenden Treppe übrig sind. Früher begann man den letzten Teil des Aufstiegs, in dem man durch das Maul des Löwenkopfes ging.

Das Löwentor von Sigiriya
Das Löwentor von Sigiriya

Außerdem kann man auf dem ersten Wegstück hinauf zur Tempelstadt von Sigiriya unter einem Felsüberhang historische Felsmalereien bewundern. Hier sind barbusige Frauen, sogenannte Wolkenmädchen, zu bewundern. Ursprünglich soll es etwa 500 Zeichnungen hier gegeben haben. Diese Zahl hat sich heute auf 22 reduziert. In den 70er Jahren wurden die Malereien aufwändig restauriert.

Der Sigiriya Felsen in Sri Lanka
Der Sigiriya Felsen in Sri Lanka

Die Gartenanlagen von Sigiriya

Die Gartenanlagen von Sigiriya liegen um bzw. vor dem Felsen auf der Ebene. Es gibt einen Wassergarten, einen Brunnegarten, einen Steingarten und einen Terrassengarten. Der Wassergarten ist die erste Einheit der Gärten. Hier bilden verschiedene Pools bzw. Teiche im Zentrum eine kleine Insel, vorausgesetzt, dass diese genug Wasser führen. Der darauf folgende Brunnengarten funktionierte sogar nach Restaurierung sofort, ein Zeichen der bereits damals sehr weit fortgeschrittenen Technologie im Hydraulikbereich der Singhalesen. Im Steinengarten kann man verschiedenste Steinformationen auf dem Weg zur eigentlichen Festung bewundern.

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