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Ella

Der kleine Ort Ella liegt an der Südostseite des sri-lankischen Berglandes, inmitten einer einzigartigen Natur. Malerische Hügel, tiefe Schluchten, dichter Dschungel und tosende Wasserfälle umgeben den Ort. Ella bietet ein gutes Kontrastprogramm zum Trubel der belebten Strände. Um die Faszination der Landschaft in vollen Zügen zu genießen, sollte man einige Tage einplanen.

Allein die Zugfahrt von Kandy aus, wenn der Zug sich langsam die Berge hocharbeitet und an den steil hinab fallenden Plantagen entlang verläuft, gehört sicherlich zu einem der Highlights einer Reise durch Sri Lanka. In Ella angekommen, bietet sich dem Besucher ein phantastisches Panorama, da es in einem Tal liegt, schaut man durch die Ella Gap auf eine Ebene, welche ca. 1.000 m tiefer liegt. Bei klaren Wetterverhältnissen reicht der Blick sogar bis zur Küste.

Orientierung

Ella befindet sich im Südosten des zentralen Berglandes von Sri Lanka, rund 250 Kilometer von Colombo entfernt. Der kleine Ort hat eine malerische Lage, direkt am nördlichen Ende der gigantischen Ella-Schlucht, die 15 Kilometer lang und 1.000 Meter tief ist.
In Ella gibt es eine kleine Bahnstation mit einem idyllischen Provinzbahnhof. Von Colombo aus fahren zweimal täglich Züge direkt bis nach Ella. Die Fahrzeit beträgt 9 Stunden, da sich der Zug streckenweise im Schneckentempo seinen Weg durch die Täler und Berghänge bahnt. Für die lange Fahrzeit wird man jedoch mit spektakulären Ausblicken auf die malerische Hügellandschaft entlohnt. Die Züge, die zwischen Kandy und Badulla verkehren, halten ebenfalls in Ella. Sie fahren bis zu fünf Mal am Tag.
Eine direkte Busverbindung zwischen Ella und Colombo gibt es noch nicht, allerdings wurde kürzlich eine Verbindung zwischen Galle und Ella eingerichtet. Diese Busse halten an verschiedenen Küstenorten entlang der Südküste Sri Lankas, einschließlich Unawatuna und Mirissa.
Ella selbst besteht nur aus einer einzigen Hauptstraße und einigen, im Bergland verstreuten, Ansiedlungen. Man kann seine Wanderungen direkt im Ort beginnen oder sich von einem Taxi oder Tuk Tuk zu den entsprechenden Ausgangspunkten fahren lassen.

Teeplantagen soweit das Auge reicht im Gebiet um Ella
Teeplantagen soweit das Auge reicht im Gebiet um Ella

Touristische Infrastruktur

Der große Tourismusboom hat es noch nicht bis nach Ella geschafft, deshalb ist die touristische Infrastruktur auch eher bescheiden. Es gibt einige kleine gemütliche Gästehäuser mit schönen Terrassen und Gärten entlang der Hauptstraße, die man nach Bedarf alle nacheinander zu Fuß inspizieren kann. Etwas außerhalb der Ortschaft, versteckt in Obstplantagen oder Wäldern entstanden in den letzten Jahren einige Bungalowanlagen und Lodges. Sie liegen meist eingebettet in einer idyllischen Landschaft mit gigantischen Ausblicken über die Schlucht und die grünen Hügel rund um Ella. Einige von ihnen haben sogar kleine Poolanlagen.
Die Restaurants in Ella beschränken sich auf die Gästehäuser. Sie bieten einheimische Hausmannskost an, schmackhafte Currys und Fleischgerichte. Ein paar kleine Cafés mit gemütlichen Sitzsäcken laden entlang der Hauptstraße zu einem kurzen Zwischenstop ein. Es gibt in Ella mehrere kleine Geschäfte, die Lebensmittel, Alkohol und auch einfaches Trekkingzubehör verkaufen. Manche Einheimische haben sich auf die wenigen Touristen, die den Ort besuchen, eingestellt und bieten Touren in die nähere Umgebung an.

Beste Reisezeit für Ella

Das Dorf liegt im zentralen Hochland von Sri Lanka. Daher liegen die durchschnittlichen Temperaturen weit unter den Temperaturen der Küstenorte Weligama, Indururwa oder Hikkaduwa. Die Durchschnittstemperatur hier beträgt 20 C°; im nahe gelegenen Nuwara Eliya gerade mal bei 16 C°. Die Luftfeuchtigkeit ist ebenfalls im Vergleich zum Rest des Landes weitaus geringer. Als ideale Reisezeit werden die Monate Dezember bis März erachtet, da das Wetter zu dieser Zeit am trockensten ist. Um einen allgemeinen Überblick über das Klima in Sri Lanka zu erhalten, klicken Sie bitte hier.

Erfahren Sie hier mehr über mögliche Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten in Ella.

Menschen warten in Ella auf den nächsten Zug
Menschen warten in Ella auf den nächsten Zug

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An- bzw. Weiterreise nach bzw. von Ella

Der Ort ist sehr gut per Zug zu erreichen. Gerade wenn das nächste Reiseziel Nuwara Eliya oder Haputale ist, sollte man auf die mühselige Fahrt per Bus verzichten und die tollen Ausblicke im Zug genießen.

Da die Busse nur durch den Ort fahren, allerdings hier nicht starten, ist es häufig schwierig, noch einen Sitzplatz zu ergattern. Es gibt regelmäßige Busverbindungen nach Wellawaya (alle 15 Minuten, Fahrt: 45 Minuten), Bandarawela (alle 10 min, Fahrt: 30 min), Badulla (alle 30 Minuten, Fahrt: 1 h). Außerdem gibt es zwei Mal täglich Busverbindungen nach Kandy (Fahrt: 8 h) und 5 Mal täglich nach Nuwara Eliya (Fahrt: 4 h).

Wer weiter in den Süden möchte, wird von hier problemlos einen passenden Anschlussbus finden. Sieben Mal täglich fährt ein Bus über die Pamegamuwa Junction nach Matara (Fahrt: 7 h), Tangalla und Hambantota. Außerdem gibt es täglich Direktbusse nach Kataragama (Fahrt: 2,5 h) und Tissa (Fahrt: 2,5 h).

Das Dorf  früher und heute

Prähistorische Knochenfunde belegen, dass bereits vor 12 000 Jahren frühzeitliche Menschen, die Homo sapiens balangodensis, hier in den Höhlen rund um Ella gelebt haben. Ein Paläontologen-Team fand heraus, dass diese Menschen bereits die Kunst der Akupunktur kannten. Sie wandten sie sogar bei Elefanten an, um diese gefügig zu machen. Diese Steinzeitkultur lebte überwiegend kannibalistisch. Sie waren die Vorfahren der Veddas, der eigentlichen Ureinwohner Sri Lankas.

Was wesentlich später den portugiesischen und holländischen Besatzern nicht gelang, schafften Ende des 18. Jahrhunderts die britischen Eroberer: die Unterwerfung des bis dahin unabhängigen Königreiches Kandy. Damit gehörte auch der Ort Ella in der kleinen Provinz Uva zur britischen Kronkolonie. Die britische Verwaltungspolitik trat die buddhistischen Traditionen und Normen mit Füßen. Dies mündete 1817 im Uva-Wellassa Aufstand, der sich bis 1818 schnell auf weitere Regionen des Kandy Reiches ausweitete.

Keppetipola Dissawe, von den Briten entsandt, um den Aufstand zu beenden, schloss sich den Rebellen an und wurde zu ihrem Anführer. Die Niederschlagung der Rebellion durch die Briten war grausam. Keppetipola Dissawe wurde geköpft und alle männlichen Bewohner der Provinz über 18 Jahren wurden getötet. Der Ort Ella, sowie viele andere Dörfer wurden dem Erdboden gleich gemacht und die Bewässerungssysteme zerstört. Die Felder setzte man in Brand und vernichtete damit die komplette Reis- und Gemüseernte. Auch die Viehherden wurden verbrannt. Damit entzog man der Bevölkerung jede Lebensgrundlage und stürzte sie für lange Jahre in bittere Armut.
Unter den Briten wurde die Region um Ella zum wichtigsten Teeanbaugebiet Sri Lankas. Die malerischen, saftig grünen Teeplantagen an den Hängen und in den Tälern sind bis heute erhalten geblieben und bieten einem Großteil der Bevölkerung ein solides Einkommen.

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2 Kommentare

  1. sollte man ansehen

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