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Yala Nationalpark

Der Yala Nationalpark ist der unter Touristen beliebteste und somit meistbesuchte Nationalpark Sri Lankas. Dies liegt vor allem an der Vielzahl der Tiere, die man hier beobachten kann. Neben Krokodilen, Elefanten, Mungos und zahlreichen Affen hat Yala eine der dichtesten Leopardenpopulationen weltweit zu bieten. Der Park hat allerdings nicht nur eine enorm vielseitige Tierwelt zu bieten. Auch landschaftlich ist Yala mit Dünen, Lagunen und Küste, Bäumen und Buschwerk, Felsen, Ebenen und Wasserlöchern eine Augenweide.

Der Yala Nationalpark befindet sich im Süden des Landes. Die Einfahrt liegt etwa 20 km südöstlich von Tissamaharama (kurz Tissa genannt). Yala, oder auch Ruhunu oder Yala West Nationalpark genannt, umfasst eine Fläche von 1.260 Quadratkilometern. Der größte Teil dieses Gebietes jedoch, etwa 4/5 des Landes, wird als Naturreservat erachtet, das für Besucher und Touristen unzugänglich ist.

Eingangstor zum Yala Nationalpark
Eingangstor zum Yala Nationalpark

Beste Reisezeit / Besuchszeit / Dauer eines Besuchs

Yala ist unter Touristen sicherlich unter anderem deshalb so beliebt, weil der Nationalpark ein Zuhause für mehr als 35 Leoparden bietet – eine der weltweit dichtesten Leopardenpopulationen. Die ideale Zeit, um einen dieser Leoparden mit eigenen Augen in seinem natürlichen Habitat beobachten zu können, sind die Monate Februar bis Juli. Zu dieser Zeit ist der Wasserstand im Park niedrig, das Wetter ist gut. Auch um die anderen Bewohner des Parks wie Elefanten, Büffel etc. zu sehen, wird dies als die beste Zeit für Safaris angesehen. Wer zwischen Oktober und Dezember kommt, kann sich über Hirsche, Vögel und Krokodile freuen, alles andere ist allerdings dem Glück überlassen. Generell gelten entweder das Morgengrauen oder die Dämmerung als ideale Zeiten, um eine möglichst breite Palette an Tieren zu beobachten.

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Wer einen Leoparden aus nächster Nähe sehen möchte, dem sei angeraten, eine Ganztagestour zu buchen, um sicherzustellen, dass man auch abgelegenere Gebiete des Yala Nationalparks erreichen kann. Grundsätzlich kann man den Park aber auch im Rahmen einer halbtägigen Tour erkunden und dabei mit ein wenig Glück auch schon viele Tiere sehen.

Was ist zu sehen auf einer Safari durch den Yala Nationalpark?

Bevor man sich für einen Besuch des Parks entscheidet, sollte man zwei Dinge bedenken: Die Fahrt durch den Nationalpark kann vielleicht etwas enttäuschend sein, wenn man erwartet, Leoparden und Krokodile sowie Herden von Elefanten an jedem Wasserloch und Affen von jedem Baum hängen zu sehen. Manchmal fährt man stundenlang umher und hat am Ende des Tages beispielsweise noch immer keinen Elefanten oder Leoparden in freier Wildbahn gesehen. Hat man das Glück, einige Tiere aus nächster Nähe zu sehen, kann es jedoch vorkommen, dass sich sogleich eine Art Massenauflauf um das Tier bildet und sich eine Reihe von Jeeps mit fotowütigen Touristen um das Tier versammelt. Auch dies sollte man vor einem Besuch von Yala wissen. Wenn man diese zwei Aspekte berücksichtigt, wird man von einem Besuch im Yala Nationalpark sicherlich nicht enttäuscht sein.

Ein begehrtes Fotomotiv in den Nationalparks von Sri Lanka – der Leopard
Ein begehrtes Fotomotiv in den Nationalparks von Sri Lanka – der Leopard

Bei einer Safari durch den Yala Nationalpark gehören Leoparden sicherlich zu den begehrtesten Fotomotiven. Außer den Leoparden hat Yala unter anderem folgende weitere Bewohner : Hirsche, Elefanten, Wildschweine, Makaken, Krokodile, Pfaue, wilde Büffel, Affen, Schakale, Faultiere, Sambars, Mungos, Stachelschweine sowie Wildkatzen. Des Weiteren nennen etwa 150 farbenfrohe Vögelarten Yala ihr zu Hause. Viele davon sind Zugvögel, die den kalten Temperaturen entfliehen und den Winter in Yala verbringen.

Der Yala Nationalpark ist grundsätzlich als Kombination zwischen Naturschutzgebiet und Nationalpark anzusehen. Das Gebiet wird in fünf „Sections“ unterteilt, von denen das als Section 1 bezeichnete Gebiet von Yala West am häufigsten besucht wird. Dieses ehemalige Jagdrevier wurde 1938 zu einem Naturschutzgebiet ernannt.

Übernachtung im Park

Übernachtungen in Yala sind grundsätzlich möglich. Allerdings sollte man beachten, dass die angebotenen Unterkünfte preislich eher hochklassig sind. Angeboten werden sechs Bungalows mit Trinkwasser allerdings ohne Stromanschluss. Reservierungen können über das „Department of Wildlife Conservation“ vorgenommen werden. Alternativ kann auch auf einem der zwei eher simpel gehaltenen Campingplätze in Yala übernachtet werden. Ausrüstung und Vorräte sind selbst mitzubringen. Reservierungen für den Campingplatz nimmt das Parkbüro entgegen.

Wer nicht den Anspruch hat, direkt im Park zu übernachten, dem sei angeraten, sich im etwa 20 Kilometer entfernten Tissamaharama umzuschauen. Hier sind die Unterkünfte und Hotels bezahlbar und für jeden Geldbeutel ist etwas zu finden. (Tipp: Hier organisieren auch viele Gästehäuser Safaris und mit etwas Glück liegen diese sogar unter dem Preis für die selbstorganisierte Safari.)

Eintritt/ Parkgebühren

Diese werden zentral auf der Kosten Seite für Sri Lanka gepflegt und können über diesen Link aufgerufen werden.

Anreise bzw. Weiterreise

Tissamaharama, kurz Tissa genannt, ist die nächstgelegene Stadt zu Yala. Die Verbindung nach Tissa wird von Bussen von bzw. nach Colombo, Hambantato und Kataragama sowie in das Hochland Sri Lankas bedient. Es bietet sich an, zunächst nach Tissa zu reisen, sich ein Bild der unterschiedlichen Safari-Anbieter und Unterkünfte zu machen und sich dann mit dem Anbieter der Wahl auf den Weg nach Yala zu machen.

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2 Kommentare

  1. Francis (my-road.de)

    Wir waren vor wenigen Wochen auch Im Yala Nationalpark und hatten noch das seltene Glück, einen der acht Lippenbären zu sehen, die es noch im Park gibt.

    Auf alle Fälle sollte man sich bisschen schlau machen, wie gut der Fahrer ist. Ich würde nicht einfach das Angebot aus der Unterkunft annehmen, wenn es keine gute Referenzen gibt. Wir hatten uns vorher etwas informiert und dann saßen wir tatsächlich im ersten Jeep, der in Yala einfahren durfte. Preislich sind die Angebote ja alle sehr nah beieinander: aktuell muss man mindestens 5.000 Rupien für eine halbtägige Tour einplanen.

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