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Reisebericht: Adams Peak Aufstieg

Dieser Reisebericht soll einen Einblick in den Aufstieg zum Adams Peak geben. Dieses aus meiner Sicht einmalige Erlebnis mit all seinen Eindrücken sollte nach meiner Erfahrung auf jeden Fall zu den Stationen bei einer Reise durch Sri Lanka gehören. Doch ich will in diesem Reisebericht nicht direkt mit der Tür ins Haus fallen, sondern mit der Anreise zum Adams Peak beginnen.

Höherer Andrang während der Pilgersaison

Ich habe meinen Urlaub in Sri Lanka während der sogenannten Pilgersaison (Dezember bis Mai) für den Adams Peak Aufstieg gemacht. Das heißt, dass schon ein nicht geringer Andrang von unterschiedlichen Menschen, Touristen wie Einwohner von Sri Lanka, zu dieser Zeit herrscht. Entsprechende Erfahrungen habe ich dann auch gemacht, als ich in Dalhousie, einem Dorf welches als Tor zum Adams Peak bezeichnet wird, angekommen bin. Ich hatte im Vorfeld kein Zimmer gebucht und hatte dennoch Glück, dass ich noch bei meiner Suche erfolgreich war. Es sei in diesem Reisebericht jedoch explizit darauf hingewiesen, dass dies nicht immer der Fall ist und daher eine Vorbuchung zur Saison empfohlen wird. Im Zeitalter von Mails sollte dies ja kein Problem mehr sein. Dalhousie an sich ist en nettes Dörfchen, welches malerisch an einem Fluß inmitten von Teeplantagen gelegen ist.

Der Adams Peak Aufstieg

In meinem Zimmer angekommen bereitete ich mich auf den im frühen Morgen bzw. in der Nacht anstehenden Aufstieg vor. Natürlich kann man den Aufstieg auf Adams Peak auch tagsüber machen, doch dann wird man nicht die Atmosphäre beim Aufstieg mit den ganzen Pilgern und Teehäusern sowie den Sonnenaufgang am Gipfel erleben. Der Aufstieg an sich kann in der Saison ohne Probleme ohne einen Führer gemacht werden. Man folgt einfach den Menschen sowie den Teehäusern bis zum Gipfel : ) Ich startete also aufgrund des Tipps meines Vermieters meinen Aufstieg um 2 Uhr Morgens, damit ich den Sonnenaufgang, welcher gegen 6 bzw. 6.30 Uhr ist, am Adams Peak Gipfel miterleben zu können. Ein weiterer Hinweis meines Vermieters war, dass ich den Aufstieg auf jeden Fall langsam angehen sollte. Nach seiner Aussage hat der Berg mehr als 5.000 Stufen und daher kann der Aufstieg auch für einen trainierten Menschen anstrengend sein.

Start um 2 Uhr morgens

Als ich Dalhouise mit einer Stirnlampe bewaffnet um 2 Uhr in Richtung Adams Peak verließ, passierte ich zuerst einen großen stehenden Buddha. Danach folgte eine leichte Strecke durch Teeplantagen vorbei an buddhistischen Schreinen. Bis zur sogenannten „Peace Pagoda“ gestaltete sich der Aufstieg noch als erfrischend einfach. Doch danach zeigte sich, dass die Warnung meines Vermieters nicht umsonst war. Ab der Pagode fangen die wirklichen Stufen an, welche relativ kurz gehalten sind, jedoch gleichzeitig auch sehr hoch bzw. steil sind. Ich ging den Adams Peak Aufstieg ab diesem Zeitpunkt auch wesentlich langsamer an.

Teehäuser und „Pilgerkollegen“

Das eigentlich faszinierende an dem Aufstieg war meines Erachtens die Atmosphäre. Zum einen war der Weg auf den Gipfel beleuchtet, was dem ganzen in der Nacht einen umwahrscheinlich schönen Touch gab. Darüber hinaus gab es wirklich „alle Nase lang“ ein Teehäuschen. Hier konnte man dann Rast machen, einen wärmenden Tee trinken oder ins Gespräch mit anderen Pilgern kommen. Die Atmosphäre unter den Pilgern ist auch erfrischend unverkrampft – man kann leicht in ein Small Talk Gespräch kommen.

Der Adams Peak Gipfel

Kurz vor Sonnenaufgang um ca. 6.20 Uhr, jedoch nach etlichen Stufen und einigen Tee-Stopps, erreichte ich den Gipfel. Hier stellte sich eine kleine Ernüchterung ein, als ich den eigentlichen „Fußabdruck“ zu sehen bekam. Recht einfach, klein und unspektakulär. Mein erster Gedanke: Konnte das der richtige sein? Aber er war es. Der Sonnenaufgang war dann jedoch wieder Trost genug, denn der Ausblick auf Sri Lanka war wirklich all die Anstrengungen wert.

Der Abstieg

Nach etwa 45 Minuten auf dem Gipfel trat ich den Abstieg vom Adams Peak an. Dieser geht erfreulicherweise wesentlich schneller, ich benötigte nur 2.15 Stunden hierfür. Aber er ist auch nicht weniger anstrengend. Gerade die Treppen, welche man ja wieder herunter musste, sorgten dafür dass ich in meinen Schuhen immer wieder vorne anstieß und mir bei beiden Füßen eine Blase holte. Daher wird entsprechend gutes Schuhwerk wärmstens empfohlen.

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Die Empfehlung

Dieser Reisebericht soll jeden auf seiner Reise in Sri Lanka dazu ermuntern, auf jeden Fall den Adams Peak Aufstieg zu versuchen. Die Anstrengung ist dabei nicht zu unterschätzen, ist aber auf jeden Fall machbar. Highlights in diesem Zusammenhang sind der Aufstieg mit seiner Atmospäre von Lichtern, Teehäusern und Leidenskollegen sowie der Sonnenaufgang auf dem Gipfel.

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