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Nuwara Eliya – die Stadt des Lichts mit britischem Flair

Nuwara Eliya ist die Stadt des Lichts, das Klein-England der britischen kolonialen High Society und Herkunftsregion des berühmten Ceylon-Tee. Das sind nur einige der Attribute, die man der am höchsten gelegenen Kleinstadt von Sri Lanka zuschreiben kann. Das Besondere der Stadt ist nicht unbedingt die Stadt selbst, sondern die Fahrt dorthin. Vom 80 Kilometer entfernten Kandy führt die Hauptstraße A 5 über einen Höhenunterschied von 1.500 Metern und einen Pass in Höhe von 2.100 Metern in das Hochtal von Nuwara Eliya.

Ob mit der Bahn oder mit dem Auto, die kurvenreiche Fahrt führt die Besucher entlang immergrüner Teeplantagen, rauschender Wasserfälle und einer beeindruckenden Gebirgslandschaft, die ihresgleichen sucht. Die einstige britische Bergstation liegt am Fuße des höchsten Berges der Insel, des Pidurutalagala. Um nach Colombo, der Hauptstadt von Sri Lanka, zu gelangen, kann neben der Route über Kandy auch eine weitere Hauptstraße benutzt werden, die jedoch in einem sehr abenteuerlichen Zustand ist. Dieser Weg empfiehlt sich eher für Trekking Touristen, die die Insel „offroad“ kennenlernen wollen. In südlicher und östlicher Richtung gibt es ebenfalls ausgebaute Straßen, die immer wieder eine faszinierende Aussicht auf die umliegende Berglandschaft bieten.

Das Einzigartige an Nuwara Eliya ist, dass hier indische Lebensart auf britisches Flair trifft. Das Tal von Nuwara Eliya galt und gilt als heiliges Land für Hindus. Das ist wahrscheinlich auch der Hauptgrund, warum diese Gegend der Insel so lange unbewohnt blieb. Erst durch die britischen Kolonialisten wurde diese Gegend Anfang des 19. Jahrhunderts erschlossen, vorwiegend aus zwei Gründen. Das milde Klima mit einer Durchschnittstemperatur von 16 °C erinnerte wohl an das Klima der eigenen Heimat und bot vor allem während der Zeit des Monsuns eine wohltuende Zuflucht vor der schwülen Küstenregion. Zum anderen konnten hier aufgrund der milden Temperaturen auch Früchte der gemäßigten Zone, wie zum Beispiel Äpfel, in Sri Lanka angebaut werden. Bald prägten kleine Vorgärten und Ackerfelder mit Kartoffel- und Kohlanbau das Landschaftsbild. Als Gründervater der Stadt gilt Sir Samuel Baker, der mit teils großen Verlusten und Mißerfolgen kämpfen musste, um das heilige Hochland zu kultivieren.

Altes englisches Kolonialhaus bei Nuwara Eliya, welche heute als Hotel genutzt wird
Altes englisches Kolonialhaus bei Nuwara Eliya, welches heute als Hotel genutzt wird

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Da sich in Nuwara Eliya zum großen Teil Kolonialherren ansiedelten, musste auch für die entsprechende Unterhaltung gesorgt werden. Noch heute prägen der im Jahre 1889 gegründete Golfplatz mit dem angeschlossenen „Hill Club“ sowie das Hippodrom, in dem 1875 das erste Pferderennen stattfand, das Stadtbild. Auch die zahlreichen Fachwerkhäuser erinnern noch heute an das koloniale England.

Im Gegensatz zu diesen kühlen, europäischen Impressionen, steht heute die quirrlige indische Lebensart, die sich in überfüllten und teilweise verdreckten Straßen äußert. Aus dem einstigen Erholungsort der britischen Oberschicht ist mittlerweile eine bunte Kleinstadt geworden, die noch immer von reichen Erholungssuchenden, aber auch Tamilen, die auf den Teeplantagen arbeiten, bewohnt wird.

Die „Stadt des Lichts“, die sich auch oft in Nebel hüllt, gilt zudem als Zentrum der Teeproduktion, für die Sri Lanka weltweit bekannt ist. Der berühmte Ceylon-Tee wird zwar nicht direkt in Nuwara Eliya angebaut, da die Stadt zu hoch gelegen ist, aber rund um das fruchtbare Hochland befinden sich die besten Teeplantagen, die für das unverwechselbare Aroma des Ceylon-Tees sorgen.

 

Wer sich auf die Spuren der Vergangenheit begeben und auf dem Weg dorthin der schönsten Landschaft Sri Lankas begegnen möchte, der sollte unbedingt einen Besuch der Wolkenstadt Nuwara Eliya einplanen.

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