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Negombo

An der Westküste von Sri Lanka liegt die kleine idyllische Hafenstadt Negombo. Der Ort war, bedingt durch seine Nähe zum Flughafen und zur Hauptstadt Colombo, bereits in den 70er Jahren eines der ersten Touristenzentren des Landes. Bis heute bietet das kleine Fischerörtchen eine Vielzahl an touristischen Einrichtungen aller Art. Den Charme Negombos machen nicht die eher bescheidenen Strände aus. Vielmehr machen das kleinstädtische Alltagsgeschehen und das koloniale Flair einen Besuch der historischen Hafenstadt interessant.

Negombo heute

Negombo ist eine multikulturelle Stadt, in der verschiedene ethnische Gruppen und Religionen friedlich zusammenleben. Das Stadtbild wird von über zwanzig katholischen Kirchen geprägt, daneben gibt es zahlreiche buddhistische Tempel, hinduistische Kovils und Moscheen. Heute sind der Tourismus und die Fischerei-Industrie die bedeutendsten Wirtschaftszweige der Stadt.
Die Fernstraßenverbindung A3, die Colombo mit dem Norden des Landes verbindet, führt durch Negombo. Ebenso ist die Stadt an das Eisenbahnnetz angeschlossen, es gibt drei Bahnhöfe in Negombo. Der riesige Busterminal-Komplex im Zentrum der Hafenstadt ist einer der Modernsten des Landes und wird von fast allen sri-lankischen Busgesellschaften genutzt.
Der internationale Flughafen Bandaranaike, an dem alle Touristen aus dem Ausland ankommen, ist nur 6 Kilometer von Negombo entfernt.

Fischer am Strand von Negombo
Fischer am Strand von Negombo

Touristische Infrastruktur und Orientierung

Das Touristenzentrum Negombos ist die Strandgegend. Hier konzentrieren sich die meisten touristischen Einrichtungen wie Unterkünfte, Restaurants und Geschäfte. Die historische Innenstadt Negombos ist leicht zu Fuß oder mit einem der überall bereitstehenden Tuk Tuks zu erreichen.
Die Strände Negombos sind größtenteils den großen Resorts und luxuriösen Hotels vorbehalten, die sich überwiegend auf betuchte Pauschaltouristen spezialisiert haben. Parallel zum Strand verläuft die lange Uferstraße, die von Norden nach Süden drei verschiedene Namen hat: Porutota Road, Lewis Place und schließlich Sea Street. Hier und in den angrenzenden Seitenstraßen finden sich zahlreiche gemütliche Gästehäuser und einfache Pensionen, die im Gegensatz zu den überteuerten Strandresorts ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und einen freundlichen Service anbieten.
Entlang der Strandstraße servieren die meisten Restaurants frische Meeresfrüchte und westliche Gerichte. Wer Wert auf authentische und preiswerte sri-lankische Küche legt, sollte den Garküchen und Restaurants in der Innenstadt Negombos einen Besuch abstatten. Die vielen kleinen Geschäfte an der Uferstraße haben sich auf die Begehrlichkeiten der Touristen eingestellt. Sie bieten Souvenirs, Kunsthandwerk, Schmuck, Gewürze und Textilien an. Einige Läden verkaufen westliche Kosmetikprodukte und Lebensmittel.
Auch einige der besten Tauchschulen des Landes haben sich hier angesiedelt. Ihr Service ist sehr gut und entspricht internationalen Standards.

Beste Reisezeit für Negombo

Die Stadt liegt an der Westküste von Sri Lanka, oberhalb von Colombo. Hier liegt die Temperatur bei 27 C° im Jahresdurchschnitt. Aufgrund der Lage an der Westküste ist die ideale Reisezeit für Negombo in den Monaten zwischen Dezember und März, da das Wetter zu dieser Zeit am trockensten ist. In den Monaten Mai bis August bringt der Yala-Monsun teilweise heftige Regenfälle über die gesamte westliche Hälfte der Insel. Diese Zeit wird demnach als Nebensaison erachtet. Um einen allgemeinen Überblick über das Klima in Sri Lanka zu erhalten, klicken Sie bitte hier.

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An- bzw. Weiterreise

Die Strecke von hier nach Colombo wird von Zügen (etwa 1,5 Stunden Fahrt) und Bussen (je nach Verkehrsaufkommen 1 bis 2 Stunden Fahrt) bedient. Busse fahren in Colombo am Saunders Place Busbahnhof alle 20 Minuten, Züge etwas seltener. Wer aus der Stadtmitte zum Bandaranaike International Airport möchte, nimmt am besten ein Tuk-Tuk.

Geschichte Negombos

Die ersten Siedler der Westküste waren Fischer, die hier einen kleinen Ort errichteten. Bereits im 7. Jahrhundert kamen muslimische Araber und erkoren den Ort zu ihrem Hafen- und Handelssitz. Sie erkannten früh das Potenzial der Westküste und begannen mit dem Anbau und Handel von Gewürzen, vornehmlich Zimt. Im 16. Jahrhundert eroberten die Portugiesen, die den Mauren kriegstechnisch weit überlegen waren, die gesamte Westküste und errichteten in Negombo ein gewaltiges Fort und einen Hafen. Sie übernahmen auch den Zimthandel. Mit den Portugiesen kam auch der Katholizismus nach Sri Lanka, zu dem sich heute noch ca. zwei Drittel der Einwohner Negombos bekennen.
Mitte des 17. Jahrhunderts eroberten die Holländer die Region inklusive des lukrativen Zimtgeschäftes. Ständige Konflikte mit dem damaligen Königreich Kandy, das nichts unversucht ließ, um den Zimthandel der Holländer zu boykottieren, führten schließlich zum Rückgang des gewinnbringenden Zimtanbaus. Nach fast hundertjähriger Herrschaft mussten die Holländer schließlich das Feld für die britischen Eroberer räumen. Diese bauten die Hafen- und Befestigungsanlagen Negombos weiter aus und begannen mit dem Anbau und Handel von Kokosnüssen und Gewürzen.
1948 erlangte Sri Lanka seine Unabhängigkeit zurück und auch in der Hafenstadt Negombo wurde endlich der verhasste Union Jack vom Fahnenmast geholt.

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