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Leopard in Sri Lanka

Der in Sri Lanka lebende Leopard war früher auch unter dem Namen Ceylon-Leopard bekannt. Wie alle Leoparden sind die Tiere an ihrem beige-gelben Fell mit dem dichten, schwarzen Tupfenmuster von anderen Großkatzen sehr leicht zu unterscheiden.
Mit einer Schulterhöhe von etwa 75 Zentimetern und einer Körperlänge von bis zu 150 Zentimetern ist der Leopard in Sri-Lanka etwas größer als die meisten anderen Leoparden in den anderen Verbreitungsgebieten. Männliche Tiere sind mit bis zu 70 Kilogramm Körpergewicht deutlich schwerer als die Weibchen, die nur etwa 30 Kilogramm auf die Waage bringen. Vermutlich sind die Leoparden auf Sri Lanka deshalb besser gebaut, weil sie dort weniger Nahrungskonkurrenten haben.
In den Nationalparks von Sri Lanka kann man Leoparden beobachten
In den Nationalparks von Sri Lanka kann man Leoparden beobachten

Leopard-Verbreitung und Feinde

Der Leopard in Sri Lanka fühlt sich sowohl in den tropischen Regenwaldregionen als auch in den Savannen und Steppengebieten wohl. In Sri Lanka leben die meisten Leoparden in den Nationalparks, zum Beispiel im Wilpattu- und im Yala-Nationalpark. Man schätzt, dass in Sri Lanka noch etwa 600 Leoparden in freier Wildbahn leben. Der Bestand des Sri Lanka-Leoparden gilt als stark gefährdet. Für den Rückgang des Bestands ist neben der Wilderei in erster Linie die Lebensraumzerstörung durch Rodung sowie der Verwendung von Pestiziden verantwortlich, die über die Beutetiere aufgenommen werden. Natürliche Feinde haben die Leoparden auf Sri Lanka kaum.
Jüngerer Leopard in einem Nationalpark von Sri Lanka
Jüngerer Leopard in einem Nationalpark von Sri Lanka

Ernährung und Beute

Die Leoparden in Sri Lanka sind wenig spezialisierte Beutegreifer, die bei der Auswahl ihrer Opfer nicht wählerisch sind. Zu den Beutetieren der Fleischfresser zählen Primaten und Hirsche ebenso wie Vögel und Reptilien. Bei der Nahrungssuche durchstreifen die Tiere ein Territorium von rund 50 Quadratkilometern. Zumeist schleicht sich der Leopard möglichst lautlos an sein Opfer heran, um es dann in einem Überraschungsangriff zu überwältigen. Außerdem beherrschen die Tiere auch die Kunst des Auflauerns. Die Leoparden sitzen hierbei zum Beispiel auf einem Ast und warten, bis sich ein unvorsichtiges Tier direkt unter ihnen befindet. Leoparden verzehren ihre Beute gerne in Verstecken, beispielsweise auf einem Baum. Der Leopard ist ein Kurzstreckenläufer, der auf knappen Distanzen eine Geschwindigkeit von bis zu 60 Stundenkilometern erreichen kann.

Fortpflanzung

Leoparden in Sri Lanka werden mit zwei bis zweieinhalb Jahren geschlechtsreif. Die ansonsten einzelgängerisch lebenden Tiere paaren sich im Frühjahr. Die Tragzeit beträgt 90 bis 110 Tage. Mit zwei bis drei kleinen Leoparden pro Wurf ist die Anzahl der Jungtiere verhältnismäßig niedrig. Mit zwei bis drei Monaten beginnen die jungen Leoparden, sich für Fleisch zu interessieren, vorher ernährten sie sich ausschließlich von Muttermilch. Die Jungen bleiben ein bis eineinhalb Jahre bei ihren Mutter und lernen in dieser Zeit das Jagen. In freier Wildbahn erreicht ein Leopard ein Durchschnittsalter von etwa 12 Jahren. Zootiere können 20 Jahre und älter werden.
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