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Betrug, Abzocke und Scams in Sri Lanka

Der Tourismus  ist eine wichtige Einkommensquelle für Sri Lanka. Grundsätzlich wird man auf seiner Reise durch Sri Lanka besonders freundlich und aufmerksam von den Einheimischen behandelt. Aber auch hier gibt es leider einige erwähnenswerte Ausnahmen. Generell sollte aber bedacht werden, dass die Mehrheit der Sri Lanker äußerst höflich und gastfreundschaftlich ist. Es gibt eine kleine Anzahl von Ausnahmen, die im Folgenden behandelt werden und die bei Ihnen alle Alarmglocken klingeln lassen sollten. Man sollte jedoch darauf achten, dass das Misstrauen auf der Reise durch Sri Lanka nicht Überhand gewinnt. Eine gesunde Mischung aus Vertrauen und Skepsis ist der richtige Weg, um nicht das Opfer von Neppern und Schleppern zu werden, gleichzeitig aber auch die Kultur und Menschen richtig kennen zu lernen und Kontakte zu Einheimischen zu knüpfen.

Da die „weißen“ Touristen, egal ob Backpacker oder Pauschaltourist, den Ruf haben, viel Geld (im Vergleich zu einem durchschnittlichen Einwohner von Sri Lanka) zu haben, wird auf verschiedenste Art und Weise versucht, sich auf die ein oder andere Tour an den Touristen zu bereichern. Im Folgenden werden die derzeit bekanntesten Betrugsfälle in bester „Nepper, Schlepper, Bauernfänger“-Manier beschrieben.

In den meisten Fällen wird zunächst einmal versucht, das Vertrauen des Touristen zu gewinnen. Dies kann mit Familiengeschichten, dem früheren Beruf oder aber einer ersten (noch kostenlosen) Hilfestellung verbunden sein. Nachfolgend einige der gängigsten Betrugsversuche:

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  • Am häufigsten hört man wohl (und das nicht nur in Sri Lanka, sondern auch in vielen anderen asiatischen Ländern) von den Tuk Tuk Fahrern, dass das Hotel, in welches man gebracht werden möchte, derzeit geschlossen ist. Hintergedanke ist dabei, dass man von dem Tuk Tuk Fahrer in ein alternatives Hotel gefahren wird, von dem der Fahrer anschließend Provision erhält. Gleiches kann beim Besuch von Touristenattraktionen passieren. In Galle haben uns nach dem Ausstieg aus dem Bus mehr als drei Sri Lanker erzählt, dass das Fort derzeit geschlossen hat und erst ab 14 Uhr aufmacht. Wir sollten in der Zwischenzeit im nahegelegenen Shopping Center verbringen. Natürlich war das Fort geöffnet. Wie reagiert man hier nun? Im Falle des Hotels sagt man am besten, dass die Buchungsbestätigung bereits vorliege und darauf besteht, zum gewünschten Hotel gefahren zu werden. Insistiert der Fahrer, sollte man einfach das Tuk Tuk wechseln.
  • Auf der Straße wird man von einem gepflegten, gut gekleideten Herrn angesprochen, der ausländische Münzen für seine Kinder, die Schule oder andere Empfänger sammelt. Da man hier nichts Negatives vermutet, gibt man gerne ein paar Cent oder Euro. Diese Münzen werden dann aber an eine Drittperson weitergegeben, die kurze Zeit später entweder Sie oder andere Touristen anspricht und angibt, sie habe die Münzen als Trinkgeld erhalten, hätte allerdings keine Verwendung hierfür. Aus diesem Grunde bittet er Sie, ihm die Münzen in Rupien zurückzuwechseln.
  • Gerade in den stärker touristisch orientierten Gegenden Sri Lankas bekommt man, ohne dafür gefragt zu haben, das Angebot eine Führung zu bekommen. Auch erste Hinweise, dass man gar keine Führung möchte, werden mit einem Lächeln ignoriert und die Führung wird fortgesetzt. Am Ende der Führung will die Person dann kein Geld haben, sondern gibt sich in aller Bescheidenheit mit dem Kauf von Lebensmitteln zufrieden. Dies wirkt natürlich äußerst ehrlich und wird daher in vielen Fällen angenommen. Geht man dann gemeinsam in den Laden, werden die Lebensmittel meist zu wahnsinnig überteuerten Preisen verkauft, in der Hoffnung, dass der Tourist die Rechnung bezahlt. Ist dieser dann weg, geht der Führer zurück in den Laden und die beiden (Führer und Ladenbesitzer) teilen sich den Gewinn.
  • Grundsätzlich kann man bedauerlicherweise davon ausgehen, dass in Sri Lanka der Kauf von Edelsteinen riskant ist. In vielen Fällen wurden wertlose, aber für den Laien nicht unterscheidbare Steine zu viel zu überteuerten Preisen an Touristen verkauft.
  • Es gibt Berichte von Fällen, bei denen Touristen auf ihrer Reise durch Sri Lanka von einem Tuk Tuk Fahrer zu einer Tour eingeladen worden sind. Entweder werden zuerst ein paar Sehenswürdigkeiten gezeigt oder man wird direkt in eine verlassene Gegend gefahren. Dort hält der Fahrer und verlangt dann für den Rückweg einen mehr als überteuerten und vorher nicht verhandelten Preis. Wenn man sich weigert und aussteigt werden befreundete Tuk Tuk Fahrer informiert. Diese verlangen dann „zufällig“ den gleichen überteuerten Preis. In ein Taxi oder Tuk Tuk sollte man niemals einsteigen, ohne vorher den Preis und das Ziel fest vereinbart zu haben.
  • In letzter Zeit gibt es leider vermehrt Fälle von Fahrern, die Touristen zu einem Nationalpark gefahren haben, die Eintrittspreise einsammeln und dann an den Grenzen des Nationalparks entlang, aber nicht wirklich hineinfahren. Somit können die Fahrer noch zusätzlich das Eintrittsgeld einstecken. Man sollte das Geld entweder nur direkt an das Parkbüro zahlen oder insistieren, auch wirklich beim Parkbüro den Eintritt zu bezahlen.

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4 Kommentare

  1. Ich war im November zum ersten mal in Sri Lanka. Leider haben wir uns einen Beachboy anvertraut der zu überhöhten Preisen mit uns Ausflüge unternahm. Der Gipfel war dann in Kandy wo wir in einer Teefabrik 1kg Tee kauften der sich dann zurück in Deutschland als miderweritg entpuppte. Nie mehr wieder Sri Lanka !!!!!

    • Da kann doch das Land nichts dafür, dass sie sich von einer einzelnen Person über den Tisch ziehen lassen haben… Eieiei, diese Verallgemeinerung von Menschen

    • Wir sind gerade wieder von Sri Lanka zurück gekommen. Auch wir haben uns einem Beachboy anvertraut. Ich nenne hier sogar seinen Namen. ROHAN. Dies haben wir erst getan, als wir mit unserem Reiseunternehmen FTI hereingefallen sind. Die Reiseleiterin, welche unseren Ausflug nach Kandy begleitet hat war Maulfaul und erzählte uns nichts von selbst über die Insel. Wir mussten ihr jedes Wort aus der Nase ziehen. Mit Rohan haben wir 4 Ausflüge unternommen. Der Preis war viel niedriger als bei FTI, wir wurden überall hin gefahren, wo es unser Herz begehrt, Fotostop’s nach unseren Wünschen. In einheimischen kleinen Restaurants wurde gegessen. Er sprach super Deutsch. Zeigte uns auch Stellen, welche durch die Reiseunternehmen nicht gezeigt werden. Wir waren in Galle, Sigiriya, Minneriya, Negombo, Colombo. Rohan, nochmals Danke

  2. Ich bin nach einer Sri Lanka Reise in meiner Heimatstadt mit einem Taxi vom Bahnhof nach Hause gefahren. Der Fahrer bemerkte wohl meine Übermüdung und übervorteilte mich durch das falsche Herausgeben des Wechselgeldes. Ich habe natürlich sofort meinen Wohnort gewechselt.

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