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Ayurveda – eine Einführung bzw. Erläuterung

Ayurveda kommt aus dem Sanskrit und bedeutet so viel wie die Wissenschaft des Lebens (ayus = das Leben, veda = Wissen). Die Wurzeln dieser Art traditioneller Heilmedizin, die vor allem in Indien und Sri Lanka Anwendung findet, reichen zurück bis in die frühe indische Geschichte, bis in das zweite Jahrtausend vor Christus und machen Ayurveda zum ältestem Gesundheitssystem der Welt.

Im Zeitalter, in dem die Heilmethoden der westlichen Schulmedizin nicht mehr in Stein gemeißelt sind und sich viele nach alternativen Heilmethoden umsehen, erlebt Ayurveda gerade unter Deutschen einen enormen Zulauf. Ayurvedische Kurzentren und Ayurveda-Resorts in Sri Lanka und Indien versuchen, diesem Ansturm gerecht zu werden und so findet man in Sri Lanka vor allem an der Süd- und Westküste eine wachsende Anzahl entsprechender Gesundheitszentren.

Im Gegensatz zur westlichen Schulmedizin findet sich im Ayurveda ein ganzheitlicher Ansatz wieder. Krankheiten werden als eine Art Störung in der persönlichen Grundverfassung eines Menschen gesehen. Gemäß der ayurvedischen Lebensanschauung besteht der menschliche Körper aus einer Kombination von fünf Grundelementen, welche die körperliche Konstitution des Menschen bestimmen. Diese Grundelemente sind Wasser, Erde, Äther, Luft und Feuer. Ferner wird jeder Körper von den folgenden drei Lebensenergien (Doshas) beherrscht:

  • Pitta: das Stoffwechselprinzip, leitet sich aus den Elementen Feuer und Wasser ab.
  • Kapha: das Strukturprinzip, leitet sich aus den Elementen Wasser und Erde ab.
  • Vata : das Bewegungsprinzip, leitet sich aus den Elementen Luft und Äther ab.

Die drei Doshas Pitta, Kapha, Vata sind bei einem jeden Menschen zu finden. Das individuelle Gleichgewicht der Doshas ist allerdings bei jedem von uns unterschiedlich. In der Regel dominiert ein bzw. dominieren zwei Doshas. Dass alle drei Doshas gleich stark ausgeprägt sind, ist äußerst selten. Welcher Körpertyp man ist bzw. welches Dosha im Körper vorherrscht, wird während eines Ayurveda-Aufenthaltes ergründet und meist am Ende der Behandlung anhand einer abschließenden Arztkonsultation vom Ayurveda-Arzt mitgeteilt.

Pitta: Die Eigenschaften heiß, scharf, leicht ölig, beweglich, leicht und flüssig kennzeichnen Pitta. Das Stoffwechselprinzip Pitta übernimmt in unserem Körper die Funktionen Wärmeproduktion, Hunger, Durst, Verdauung, Elastizität und Intellekt. Das heißt, dass Pitta für ein funktionierendes Hunger- und Durstgefühl und die Wärmeproduktion zuständig ist.

Kapha: Kapha hingegen wird durch die physikalischen Qualitäten kalt, träge, fest, ölig, glatt, schwer gekennzeichnet. Als Strukturpinzip steht es für Kraft, Geduld, Stabilität,  Nachsicht, Mut, Großzügigkeit, Potenz und Geschmeidigkeit.

Vata: Vata ist das Bewegungsprinzip und wird durch die Eigenschaften schnell, beweglich, leicht, kalt, subtil und trocken gekennzeichnet. Es steht für die körperlichen Funktionen Beweglichkeit, Atmung, Ausscheidung, Wachheit und Trennung von Nähr- und Abfallstoffen. So regelt Vata beispielsweise die Bewegung, Ausscheidung und Atmung.

Eine Krankheit wird demzufolge als Ungleichgewicht in der Zusammensetzung dieser drei Lebensenergien angesehen. Ayurvedische Behandlungen zielen darauf ab, dieses Ungleichgewicht zu beseitigen und ein Gleichgewicht der Doshas herzustellen. Dazu bedarf es einer ganzheitlichen Betrachtung des Lebensstils des Patienten. Ärzte werden daher tiefergehende Fragen stellen, als man es möglicherweise von westlichen Ärzten gewohnt ist.

Das Ziel ayurvedischer Behandlung ist es, „swa-stha“ – die Gesundheit – wiederzuerlangen. „Swa-stha“ steht im Ayurveda für die innere Ruhe und Stabilität, um die Probleme, die Herausforderungen und den Stress des Alltags bewältigen zu können.

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